Vorausvermächtnis

Das einem (Mit-) Erben zugewendete Vermächtnis wird als Vorausvermächtnis bezeichnet (vgl. § 2150 BGB). Das Vorausvermächtnis zugunsten eines Miterben soll diesem in der Regel einen über seine Erbquote hinausgehenden Vermögensvorteil bringen. Ob der durch das Vorausvermächtnis bedachte Miterbe seinerseits auch beschwert ist richtet sich nach § 2147 S. 2 BGB. Danach ist er (auch) beschwert, soweit der Erblasser nichts anderes bestimmt hat. Auch in diesem Fall handelt es sich um ein Vermächtnis (§ 2150 zweiter HS BGB. Der mit dem Vorausvermächtnis bedachte Miterbe kann die Erfüllung des Vorausvermächtnisses schon vor der Erbauseinandersetzung verlangen (§ 1967 BGB). 


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