Testamentsanfechtung

Von einer Testamentsanfechtung spricht der Jurist, wenn für den Eintritt der Rechtsfolge, also in der Regel der Unwirksamkeit, eine Anfechtungserklärung erforderlich ist (z.B. bei einem ErklärungsirrtumInhaltsirrtum oder einer Drohung;) oder eine Anfechtungsklage (Erbunwürdigkeit). Die Erklärung der Testamentsanfechtung kann nur in der gesetzliche bestimmten Anfechtungsfrist erfolgen. Nicht-Juristen bezeichnen als Testamentsanfechtung hingegen in der Regel jeden Angriff gegen die Wirksamkeit des Testaments und die Geltendmachung des Pflichtteils. Dies schließt auch solche Fälle ein, in denen die Unwirksamkeit des Testaments von selbst eintritt und es keine (fristgebundenen) Erklärung bedarf (z.B. wegen Mängeln der TestamentsformTestierunfähigkeit oder Testamentsfälschung). In solchen Fällen kann der wahre Erbe den Nachlass auch noch nach langer Zeit herausverlangen. 


Glossar

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