Testamentsanfechtung

Von einer Testamentsanfechtung spricht der Jurist, wenn für den Eintritt der Rechtsfolge, der Unwirksamkeit, eine (Anfechtungs-) Erklärung erforderlich. Eine Anfechtung ist in folgenden Fällen erforderlich:
  • Erklärungsirrtum
  • Inhaltsirrtum
  • Motivirrtum
  • Drohung
  • Übergehen eines Pflichtteilsberechtigten
  • Erb- und Vermächtnisunwürdigkeit

In diesen Fällen ist insbesondere zu beachten, dass eine Testamentsanfechtung nur innerhalb bestimmter Fristen möglich ist.
Hingegen spricht der Jurist nicht von einer Anfechtung, wenn die Unwirksamkeit von selbst eintritt. Die Unwirksamkeit tritt von selbst und ohne eine Erklärung unter anderem in folgenden Fällen ein:
  • Formunwirksamkeit
  • Testierunfähigkeit
  • Sittenwidrigkeit
  • Gesetzliches Verbot (z.B. Verfügung zu Gunsten eines Heimmitarbeiters)

Glossar

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