Testierfähigkeit

Testierfähigkeit ist die Fähigkeit ein wirksames Testament zu errichten. Ein Minderjähriger kann ein Testament erst errichten, wenn er das 16. Lebensjahr vollendet hat. Eine Person, die 16 Jahre oder älter ist, ist testierfähig, es sei denn sie ist testierunfähig. Die Beweislast für mangelnde Testierfähigkeit trägt im Rechtsstreit (z.B. Erbenfeststellungsklage), wer sie behauptet (BGH FamRZ 1958, 127). Im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit (z.B. Verfahren zur Erteilung eines Erbscheins) trifft diese Person die Feststellungslast, wenn dort trotz Ausschöpfung aller Aufklärungsmöglichkeiten eine sichere Feststellung zur Testierunfähigkeit nicht getroffen werden kann. Die Testierfähigkeit wird oft bei Demenz angegriffen. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie in dem Beitrag Testierunfähigkeit wegen Demenz - wann ist ein Testament bei Demenz unwirksam?


Glossar

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