Teilungsanordnung

Der Erblasser kann durch letztwillige Verfügung Anordnungen für die Auseinandersetzung treffen (Teilungsanordnungen des Erblassers), § 2048 Abs. 1 BGB. Durch eine Teilungsanordnung will der Erblasser den Erbteil und deren Wert aber nicht verschieben, sondern gerade unangetastet lassen (BGH FamRZ 85, 6). Der einzelne Miterbe wir also durch eine bloße Teilungsanordnung nicht wertmäßig begünstigt, sondern der Erblasser bestimmt nur, welche Gegenstände aus dem Nachlass der Miterbe (unter Anrechnung auf seinen Erbteil) erhalten soll.
Der Erblasser kann auch anordnen, dass die Auseinandersetzung nach dem billigen Ermessen eines Dritten erfolgen soll, § 2048 Abs. 2 BGB. Dritter kann auch ein Miterbe sein. Die von dem Dritten auf Grund der Anordnung getroffene Bestimmung ist für die Erben nicht verbindlich, wenn sie offenbar unbillig ist; die Bestimmung erfolgt in diesem Falle durch Urteil.

Glossar

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